Red Dead Redemption – Going to the Wild Wild West

Von Red Dead Redemption hab ich das erste Mal kurz vor Release gehört. Es war dieses Video. Eine Nonne wird per Lasso eingefangen, gefesselt und auf das Pferd geschmissen. Der Protagonist des Spiels reitet mit ihr auf dem Pferd durch die Prärie und stoppt an den nächsten Bahnschienen. Die Nonne wird vom Gaul genommen und auf die Bahnschienen gelegt und vom Zug überfahren. Gefolgt von einem „Bimm“ – Sound und einer „Achievement unlocked“ Meldung. Wie gesagt, hatte vorher von dem Spiel nie etwas gehört und fand demzufolge die ganze Szene bzw. das Video sehr absurd.

Trotzdem wollte ich erstmal mehr über das Spiel erfahren und habe mich ein wenig erkundigt. „Red Dead Redemption von den GTA-Machern“, ist überall zu lesen. Naja okay, so eine Art GTA-Mod zum Vollpreis, welches die Zeit bis zum 5. Teil überbrückt, habe ich gedacht. Aber je mehr ich über das Spiel las bzw sah, je mehr faszinierte mich dieses Spiel. Das hatte zur Folge dass das „Muss-Ich-Haben!“ Gefühl immer stärker wurde bis ich nachgab. Glücklicherweise hat sich just in diesen Tagen ein Sponsor bereit erklärt mir das Spiel zu sponsoren, wenn ich dafür einen kleinen Code-Schnipsel mit Werbung in die Seite einbaue …

„Danke an Gutschein-Codes.de. Hier bekommt ihr auch mehrere Pixmania Gutscheine

Und auch außerhalb des Code-Schnipsels nochmals ein Dank an die Jungs, euer Angebot hat den Nagel zur richtigen Zeit auf dem Kopf getroffen. Nun sind meine ersten virtuellen Tage verbracht und ich habe gerade die ersten Missionen in Mexiko gemeistert und muss sagen: Nix mit GTA-Mod.
Red Dead Redemption ist ein voll ausgereifter Stand-Alone Titel, dem man seine GTA Wurzeln natürlich noch ansieht, aber vom Setting her etwas bis dato völlig neues liefert: Den Wilden Westen. Natürlich gab es vorher schon Wild-West Spiele, wie dieses gelungene Historien Video der GamePro zeigt. Aber keines der Spiele bisher konnte den Flair des Wilden Westens, wie er in unzähligen Filmen dargestellt wurde, so gut präsentieren wie Red Dead Redemption.

Ob es nun die obligatorischen ausgetrockneten Büsche sind, welche durch die Steppe rollen oder die unzähligen Farmen welche man im Spiel findet. Red Dead Redemption macht in dieser Hinsicht alles richtig. Auch die Missionen passen sich da nahtlos an. Einer der coolsten Mission für mich war zum Beispiel das simple Eintreiben einer Rinderherde. Was zunächst recht einfach anfing mit ein bißchen links reiten und dann ein bißchen rechts reiten, wurde schnell recht hektisch als ein Unwetter aufzog und die 22 Kühe starke Herde auf eine Klippe zulief. Beim ersten Versuch habe ich es nicht wirklich rechtzeig geschafft und musste mit ansehen wie 22 Kühe auf die Steine am Ende des Abgrunds klatschten.
Es sind halt die Missionen, in denen es nicht primär um den reinen Schusswechsel geht, die für mich den Reiz ausmachen.

Was mir auch sehr schnell klar wurde ist, dass Red Dead Redemption kein Spiel für Zwischendurch ist. Man muss sich Zeit nehmen. Der obligatorische Ritt zum nächsten Auftraggeber, welcher normalerweise nur 5 minuten dauert, kann sich schon mal sehr weit strecken. Denn es gibt Zwischendurch immer mal wieder zufällige Aufträge, die einfach so und scheinbar „willkürlich“ erscheinen. Das kann zum Beispiel ein einfacher Bauer sein, dem sein Pferd gestohlen wurde oder auch eine gekidnappte und erhängte Frau die kurz vor ihren sicher geglaubten Ableben durch das zerschießen des Seils mit einem sicher platzierten Schuss gerettet wird. Es ist immer was los.

Und falls man mal keine Lust auf Auftragsmorde, Bandenkriege oder wildgewordene Rindviecher hat, kann man auch einfach mal nur durch die echt feinen Landschaften genießen welche sich vor einem auftun. Denn das sucht meiner Meinung nach wirklich seinesgleichen. Eine enorme Weitsicht gepaart mit detaillierten Texturen machen einen echt umwerfenden Eindruck. Einzig die Gesichter der Charaktere sind vereinzelt ein wenig gewöhnungsbedürftig und stumpf, da sie manchmal nicht an die Gesamtqualität des Produktes heranreichen. Aber das ist in diesem Falle nur die berühmte Nadel im Heuhaufen.

Red Dead Redemption ist wirklich dieses klasse Spiel geworden, welches mir die Trailer und Screenshots vermitteln wollten. Und falls es DLC´s geben sollte (was ja anhand des jetzt schon zu verzeichnenden Erfolges so gut wie sicher ist), dann doch bitte eine Hommage an die Wild-West Bud Spencer & Terence Hill Filme.

Posted on 28. Juni 2010, in Review. Bookmark the permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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